Creafficiency – Schlagwort oder Erfolgsrezept?

In den letzten Jahren stellten sich immer mehr Marketing- und IT-Verantwortliche die zunehmend gute Frage, wie effizient ihre Agenturbeziehungen und/oder die daraus generierten Outputs wirklich sind. Effizienz stand dabei für zwei direkt voneinander abhängige Verhältnisrechnungen:

1. Für das Verhältnis von Preis für eingekaufte Leistung zu daraus (möglicherweise) generiertem Markenmehrwert.

2. Für das Verhältnis von Preis für Medialeistungen zu Reichweite, Streuung und Penetranz.

Beide Relationen ergaben keine zufriedenstellenden Ergebnisse und wurden in weiterer Folge unter wirtschaftlichen Aspekten stark in Frage gestellt. Als Konsequenz dieser unbefriedigenden Situation neigten viele Unternehmen – sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich – dazu, kreative wie auch technische Kernleistungen inhouse zu realisieren. Gleichzeitig überprüften sie ihre klassischen Mediaspendings nicht nur intensiv, sondern kürzten sie auch drastisch. Aber wo soll diese Reise hingehen, und wo lassen sich für Kreative noch Erträge lukrieren?

Dafür gibt es eine klare Botschaft: Im post-2010-Marketingzeitalter der digitalen Markenführung wird der Wert der Idee wieder an Bedeutung gewinnen, denn die Experimentierphase der letzten Jahre im digitalen oder Social Media-Bereich geht zu Ende. Dabei werden sich einige Top-Dienstleister der so genannten Neuen Medien herauskristallisieren und ihre Spitzenplätze festigen. Und auch beim User tritt eine gewisse Routine sowie ein Präferenzverhalten im Umgang mit den neuen Medien, deren Marken und Möglichkeiten ein.

So betrachtet ist Effektivität die neue Effizienz. Denn welche Marketingmaßnahmen auch immer getroffen werden sollen – sie alle müssen sich folgenden Kriterien stellen:

  • Wie gelingt es einer Marke heute noch, vorhandene Kunden und potenzielle Kunden zu begeistern?
  • sie zu einer Interaktion mit ihr zu bewegen und eine dringend erforderliche Markenbindung beziehungsweise -integrität herzustellen?

Genau da kommt die Idee wieder ins Spiel, denn innerhalb der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zählt sie unter den oben genannten Voraussetzungen mehr denn je. Man könnte fast schon sagen: Back to the roots! Die Kommunikationswelle wird ja nicht kleiner, nur verstehen es heute immer mehr User, flexibler und schneller darauf zu reiten. Als Unternehmen einfach irgendwie mitzuspielen, reicht einfach nicht mehr aus. Ob guter Auftritt oder schlechte Performance entscheidet jetzt nämlich der User – und der hat sich seine Meinung meist schon sehr viel früher gebildet als es Ihnen recht sein kann.

Deshalb lassen Sie uns an Ihren Ideen arbeiten und effektive Maßnahmen ergreifen, die durchaus kreativ sein dürfen. Dann klappt's auch mit der Wirtschaftlichkeit.

Mark Schneider
Creative Director Bluforce Group
Off- wie Online ;-)

PS: Lesen Sie unter "bluthinking" mehr über Marken, IT und Kommunikation im Jahre 2011+.

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